Handgefertigte Möbel von AMS

Möbel von Zierenberger Manufaktur sind in Krimiserie "Einstein" zu sehen 

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Die Mitarbeiter des Möbelherstellers AMS in Zierenberg: Sie sind stolz, die Einrichtung für die Serie „Einstein“ hergestellt zu haben. Hier zu sehen mit einem Highboard aus der Serie (von links): Dominik Seck, Michael Fischer, Christoph Urtlauf, Klaus Schneider. Einige schauten sich auch das Set in Köln an.

Die Möbelmanufaktur AMS in Zierenberg stellt Möbel aus Aluminium her. Sehen kann sie jeder als Einrichtung des Polizeipräsidiums Bochum in der Krimiserie „Einstein“.

Die dritte Staffel der Serie "Einstein" wird derzeit auf Sat. 1 ausgestrahlt. Vorübergehend ist ein Teil der Einrichtung des Polizeipräsidiums wieder in der Manufaktur in Zierenberg. „Wir schauen, ob etwas repariert werden muss und lagern die Schränke bis zum nächsten Dreh ein“, sagt Vertriebsleiter Michael Fischer. Auch Büros der Telekom oder vom Sportartikelhersteller Nike hat die AMS-Manufaktur schon eingerichtet.

Produziert wird „Einstein“ von der Firma Zeitsprung Pictures. Auf der Suche nach passenden Möbeln für das Polizeipräsidium der Serie stieß Requisiteur Julian Augustin über die Firma Filmpool Entertainment auf die Möbel von AMS.

Möbel waren schon in "Rosenheim-Cops" zu sehen

Filmpool Entertainment produziert ebenfalls Filme und Fernsehsendungen. In seinem Lager hat das Unternehmen AMS-Möbel. Das führt dazu, dass diese immer wieder auf dem Bildschirm zu sehen sind. So bereits geschehen in den Serien „Die Chefin“, „Rosenheim-Cops“ und dem „Tatort Münster“.

„Es kommt öfters vor, dass ich vor dem Fernseher sitze und denke – den Schrank kenne ich doch“, sagt Fischer. Präzision und Sorgfalt sind bei der Arbeit von Stephan Beyer gefragt.

An der Drehbank fräst Stephan Beyer Kegel in die Aluminiumrohre.

Seit 20 Jahren arbeitet er schon beim Möbelhersteller AMS in Zierenberg. An der Drehbank fräst Beyer Kegel in die Aluminiumrohre. Diese bilden zusammen mit den Verbindungsknoten das Grundgerüst der in Handarbeit hergestellten Möbel.

Bei den Möbeln fürs Set wurde "getrickst"

Sechs Wochen haben die AMS-Mitarbeiter mit und ohne Handicap an den Möbeln für „Einstein“ gebaut. „Das ist die normale Regelzeit“, sagt Fischer. Um im vorgegebenen Budget zu bleiben, wurde hin und wieder „getrickst“. „Einige Schubladen kann man nicht ausziehen“, sagt Fischer.

„Es war ein tolles Gefühl, unsere Möbel am Set zu sehen“, sagt Mitarbeiter Christoph Urtlauf über den Besuch am Drehort in Köln. Schade sei nur gewesen, dass die Schauspieler gerade mit Dreharbeiten beschäftigt waren und keine Zeit für die Besucher hatten.

Über Autogrammkarten von Hauptdarsteller Tom Beck (Felix Winterberg) freuten sich trotzdem alle. Auch von den anderen Schauspielern sollen demnächst Autogrammkarten in der Möbelmanufaktur eintreffen.

Mitarbeiter mit und ohne Handicap

Der Möbelhersteller AMS in Zierenberg integriert Menschen mit Behinderung in den Arbeitsprozess. Derzeit sind in der Möbelmanufaktur 17 Menschen beschäftigt, davon 13 mit Handicap. Der AMS-Möbelhersteller gehört zum Werkverband bdks (Baunataler Diakonie Kassel).

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